Frank Müller,

Immobilienmakler und Sachverständiger

Text | Frank Müller  

März 2024

Hoffnung an den Immobilienmärkten – leichte Belebung erkennbar

Der ab dem Jahre 2022 deutlich rückläufige Immobilienmarkt hat im vierten Quartal 2023 eine erste Belebung gespürt. Auch wenn es erstmals seit Ende des Jahres 2021 besser gelaufen ist, kann von einer nennenswerten Trendumkehr nicht ausgegangen werden.

 

 

Immerhin, die Talsohle scheint erreicht zu sein. Das vierte Quartal 2023 ist    im Bergischen Land etwas besser gelaufen als die Quartale zuvor. Sowohl die Geldumsätze, als auch die Anzahl der geschlossenen Kaufverträge, nahmen in der Region wieder leicht zu. Mehrheitlich sind dennoch leichte bzw. teils nennenswerte Preisrückgänge im Vergleich zum Jahr 2022 zu verzeichnen.
Anlageimmobilien haben im Vergleich deutlich mehr nachgegeben als Eigenheime.


Dass die Entwicklung eine nennenswerte Trendwende darstellt, die in abseh-barer Zeit höhere Immobilienpreise erwarten lässt, darf dabei dennoch bezweifelt werden. Das Zinsniveau hat sich für die Erwerbswilligen marginal verbessert. Dass wir zu Zinssätzen bei Baufinanzierungen von 1 bis 2 Prozent zurückkehren, kann absehbar nahezu ausgeschlossen werden. Das konjunk-turelle Umfeld in Deutschland ist nicht gerade rosig. Die Arbeitsplatzsicherheit
ist elementar für alle Erwerber, die langfristige Verbindlichkeiten mit Bau-finanzierungen eingehen. Diesbezüglich nehmen die Unsicherheiten aktuell eher zu als ab.


Das Gebäudeenergiegesetz liegt nun auf dem Tisch und verschafft Erwerbs- interessenten eine Idee, was in den nächsten Jahren am neu erworbenen Objekt zu investieren ist. Das ist schon mal ein nennenswerter Fortschritt. Jedoch sind die Rahmenbedingungen teils noch unklar, solange die kommu-nalen Wärmeplanungen nicht fertiggestellt sind. Zudem sind die Förderungen
heute schon bekannt, jedoch teilweise nicht umfassend ausformuliert.
Konkrete Förderanträge lassen sich teilweise erst ab März bzw. Mai 2024 stellen. Der bürokratische Aufwand für motivierte Einsparfüchse dürfte beeindruckend werden, weil Anträge unterschiedlicher Einsparmaßnahmen  bei unterschiedlichen Fördergebern gestellt werden müssen. Gelder für Heizungen kommen aus einem anderen Topf als die für die Fassaden-dämmung.

 

Der große Wohnraumbedarf und die steigenden Mieten tragen,
bei allen Widrigkeiten, zu einem hohen Bedarf nach Eigenheimen bei. Die Preiskorrekturen der letzten zwei Jahre unterstützen die zuletzt messbare Nachfragebelebung. Scheinbar gehen die Käufer nicht von weiter sinkenden Preisen aus, sondern erwarten, dass der Markt nun preislich die Bodenbildung erreicht hat. Geldumsätze, die zum Beispiel im Jahre 2022 im Immobilien-markt Wuppertal fast 1,2 Milliarden Euro erreicht haben, sind in den
nächsten Jahren nicht mehr zu erwarten.


Traurige Quartalsumsätze von ca. 140 Millionen, wie im ersten Quartal 2023  in Wuppertal, jedoch auch nicht mehr. Es ist zu erwarten, dass sich die Immobilienmärkte in der Region nun stabilisieren und mit hoffentlich bei weiter sinkenden Zinsen und einer Konjunkturerholung bald noch deutlicher beleben können.


Frank Müller – Immobilienmakler und Sachverständiger
Kontakt: 0202 60 00 55 – mueller@immobilien-wuppertal.de

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