Hürsehit Kürekli, Geschäftsführerder IDEE Projektentwicklungs-

und Investitionsgesellschaft in Wuppertal

März 2019

In Wuppertal ist der Immobilienmarkt für Kauf und Vermietung weiterhin angespannt

Neues Bauland ist dringend erforderlich – der Bau von

sozial geförderten Wohnungen muss für Investoren und Wohnungsbauunternehmen attraktiver werden

Liebe LeserInnen der Casa Nova,

 

einige von Ihnen haben es geschafft, eine zur Lebenssituation und zur eigenen Vorstellung passende Immobilie zu finden und ggf. auch zu kaufen. Dies gilt leider nicht für alle Immobiliensuchende. Die Jahre 2016, 2017 und auch 2018 waren sehr turbulente Zeiten für die Immobiliensuchenden. Das Angebot hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Dagegen ist die Nachfrage nach Eigenheimen gestiegen. Das Kreditzinsniveau für Wohnimmobilien hat sich zwar in dieser Zeit etwas nach oben bewegt, aber es ist immer noch auf einem historischen Tiefpunkt. Immobilienkäufer können Ihr Eigenheim weiterhin,    je nach Bonität der ErwerberInnen, für 1 bis 2 % finanzieren lassen.

 

Aufgrund der stetig steigenden Grundstückspreise für Bauland, Kostensteigerung der Baukosten, Erhöhung der Tariflöhne, Änderung der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) und  Erhöhung der Gebühren für Baunebenkosten sind die Kaufpreise für Neubauimmobilien deutlich gestiegen. Qualitativ gut neugebaute Eigentumswohnungen in guten Wohnlagen können nicht mehr unter 3.000,- €/m² verkauft werden.

 

In sehr guten Wohnlagen, wie Briller Viertel, Toelleturm, Zooviertel, Obere Südstadt, Katernberger Höhe, Boltenberg und Ronsdorf werden schon,

je nach Anbieter, bis zu 3.500,- € pro qm Wohnfläche für Neubauwohnungen aufgerufen. Für die Penthäuser werden sogar bis zu 4.000,- € pro qm Wohn-fläche verlangt. Dies bedeutet, dass die Immobilienpreise in Wuppertal und Umgebung in den letzten drei bis vier Jahren um bis zu 30 % gestiegen sind.

 

Auch bei den Grundstückspreisen gab es in Wuppertal und Umgebung eine deutliche Preissteigerung im zuvor genannten Zeitraum. Besonders in sehr guten Wohnlagen werden bis zu  500,- € pro qm Bauland verlangt. Sehr viele Eigentümer neigen in den letzten Jahren dazu, ihre baureifen Grundstücke zurückzuhalten, weil durch die Preissteigerung diese dann an Wert gewinnen. Da die Bankzinsen für Spareinlagen sich fast bei 0% bewegen, haben die Grundstückseigentümer keinerlei Interesse, die in ihrem Eigentum befindlichen Grundstücke zu veräußern.

 

Aufgrund der immer noch anhaltenden Baukonjunktur steigen auch die Baupreise, weil die Nachfrage von dem auf dem Markt bestehenden Angebot nicht bedient werden kann. Im Detail: die auf dem Markt bestehenden Handwerksbetriebe haben nicht genug Ressourcen, die Bauanfragen  rechtzeitig zu bedienen. Dies führt dazu, dass die Baupreise  kontinuierlich steigen. Derzeit werden von Handwerksbetrieben für Facharbeiterleistungen 40,- bis 65,- € pro Stunde verlangt. Generell nutzt die Bauindustrie auch    diese angespannte Situation auf dem Markt, um jährlich die Baustoffpreise       5 bis 15 % anzupassen.

 

Auf der anderen Seite ist die Situation auf dem Vermietungsmarkt genauso angespannt wie auf dem Immobilienkaufmarkt. Die kleiner werdenden Haushalte, das Flüchtlingsaufkommen in den letzten drei bis vier Jahren      und die steigenden Einwohnerzahlen in Wuppertal führen dazu, dass das Angebot an Mietwohnungen den Bedarf nicht mehr deckt. Besonders schwierig ist die Situation für bezahlbare Mietwohnungen, weil in den zurückliegenden 10 bis 15 Jahren sehr wenige sozial geförderte Wohnungen gebaut wurden. Laut Aussagen der Stadtverwaltung werden sogar jährlich mehrere Millionen Euro wieder zurück nach Düsseldorf gesendet, da diese Gelder aus mangelndem Interesse am Bau der sozial geförderten Wohnungen nicht abgerufen werden. In diesem Bereich ist es dringend erforderlich, den Bau von sozial geförderten Wohnungen für die Investoren und Wohnungsbau-unternehmen attraktiver zu gestalten.

 

Um diesen Trend aufzuhalten, haben die politischen Gremien der Stadt Wuppertal und der Stadtrat beschlossen, in den nächsten Jahren ca. 120 Hektar Land innerhalb Wuppertals als Bau-land auszuweisen. Diese Aufforderung wurde der Stadtverwaltung gegenüber als einer der wichtigsten Aufgaben gestellt. Die Stadt Wuppertal führt daher sehr viele Recherchen, Konzepte und Studien durch, woher diese 120 Hektar Bauland kommen sollen. Im Sommer 2018 trafen alle Akteure des Immobilienmarktes mit der Stadtverwaltung zusammen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Alle Beteiligten wurden aufgefordert, Flächenvorschläge für Sanierung, Abbruch und Neubau oder aber auch neue Flächen als Konzeption bei der Stadtverwaltung vorzulegen.

 

Wir bereiten uns auf unser 20-jähriges Bestehen auf dem Wuppertaler Wohnimmobilienmarkt vor. Wie alle anderen Entwicklungs- und Investoren-firmen suchen auch wir Grundstücke in und um Wuppertal, um diese als Wohnbauflächen zu entwickeln und somit gemeinsam etwas Positives dem zuvor genannten Trend entgegensetzen zu können. Seit über einem Jahr sind wir innerhalb unseres Firmenverbundes neue Wege gegangen und  beschäftigen uns auch mit dem Bauen im Bestand. Wir werden als Erstes       ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus mit einem Ladenlokal mitten auf dem Ölberg komplett sanieren. Nach 20 Jahren Firmengeschichte fühlen wir uns mit unserem Team auch gewachsen, solche Herausforderungen erfolgreich     zu meistern.

 

Gerne beraten wir auch Sie bei  der Verwertung Ihrer Grundstücke und Bestandsimmobilien. Mit unserem professionellen Team von Fachleuten stehen wir gerne zur Verfügung, um Ihnen alle Architektur- und Ingenieurleistungen aus einer Hand anzubieten. Unser Leistungsbild und unsere Referenzen können Sie im Internet unter: www.ideehomes.de aufrufen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

 

Hürsehit Kürekli,

Geschäftsführer der IDEE Projektentwicklungs-

und Investitionsgesellschaft in Wuppertal

 

 

 

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